Die Faszien sind eine Art dreidimensionales Bindegewebe-Netzwerk. Sie umschliessen Organe, Knochen und Muskeln wie eine „innere Haut“.
Ein elastisches und flexibles fasziales Netz optimiert die Zusammenarbeit zwischen Muskeln, Knochen und Bändern. Durch Verletzungen, Fehl- oder Überbelastung, Stress oder mangelhafte Bewegung können die Faszien hart und fest werden, man spricht von „verklebten Faszien“. Die Folgen sind Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Muskelschwäche, Instabilität oder Gefühlsstörungen.
Das Gewebe soll wieder besser durchblutet werden. Wenn die Faszien gesund, das heisst, elastisch und reissfest sind, können sie ihre Aufgabe wieder erfüllen. Der Körper wird beweglicher, Verspannungen lösen sich und die Selbstheilungskräfte werden aktiviert.
Wir behandeln die Faszien mit verschiedenen manuellen und aktiven Methoden.
Bowen-Moves
Dabei wendet die Therapeutin oder der Therapeut gezielte Handgriffe an. Mit den Fingern oder der flachen Hand wird mit sehr geringem Druck über bestimmte Punkte gerollt. Nach einer Abfolge dieser sogenannten Moves wird jeweils eine Pause von rund zwei Minuten eingelegt.
Fasziendistorsionsmodell (FDM) nach Typaldos
Bei dieser Methode zeigt die Patientin oder der Patient, wo die Bewegung eingeschränkt ist oder wo Schmerzen bestehen. Mit gezielten Handgriffen entlang der schmerzhaften Bereiche wird versucht, Spannungen und Verklebungen im Fasziengewebe zu lösen und die normale Funktion wiederherzustellen.
Aktives Faszientraining
Sobald die Schmerzen ausreichend nachgelassen haben, kann mit dem aktiven Faszientraining begonnen werden. Den passenden Zeitpunkt legt die Therapeutin oder der Therapeut gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten fest. Möglich sind verschiedene Formen des Trainings: